Assassin’s Creed Black Flag gehört für viele Fans zu den besten Teilen der gesamten Assassin’s-Creed-Reihe. Kein Wunder also, dass die Erwartungen an Assassin’s Creed Black Flag Resonance enorm hoch waren. Als langjähriger Fan des Originals habe ich mich sehr auf die Neuauflage gefreut und sie ausführlich getestet.
Leider muss ich nach vielen Stunden Spielzeit sagen: Ich bin enttäuscht. Trotz schönerer Grafik und kleiner Story-Erweiterungen reicht das für mich nicht aus. Am Ende erhält das Spiel von mir nur 4 von 10 Punkten.
In diesem Artikel erkläre ich euch, warum ich das so sehe und für wen sich das Spiel trotzdem lohnen könnte.
Meine Bewertung: 4 von 10 Punkten
Nach meinem Test komme ich auf eine Gesamtwertung von 4/10 Punkten.
Das liegt nicht daran, dass Assassin’s Creed Black Flag damals ein schlechtes Spiel war – ganz im Gegenteil. Das Original zählt für mich bis heute zu den besten Assassin’s-Creed-Titeln überhaupt.
Das Problem ist vielmehr, dass Ubisoft hier meiner Meinung nach zu wenig modernisiert hat und gleichzeitig einen hohen Preis verlangt.
Ubisoft verkauft ein altes Spiel zum Vollpreis
Der größte Kritikpunkt ist für mich der Umfang der Überarbeitung.
Im Grunde genommen bekommt man:
- einen neuen Grafikfilter
- leicht verbesserte Beleuchtung
- kleinere Story-Erweiterungen
- einige zusätzliche Inhalte
Das reicht meiner Meinung nach aber nicht aus, um einen Preis von rund 60 Euro zu rechtfertigen.
Noch ärgerlicher wird es, wenn man alle zusätzlichen Inhalte und DLCs besitzen möchte. Dafür werden nochmals rund 80 Euro fällig.
Für mich steht das in keinem guten Verhältnis zum tatsächlichen Mehrwert.
Die Spielmechanik ist einfach veraltet
Natürlich wurde die Steuerung hier und da leicht angepasst.
Trotzdem merkt man dem Spiel in nahezu jeder Spielminute sein Alter an.
Viele Mechaniken fühlen sich heute einfach nicht mehr zeitgemäß an.
Besonders gestört hat mich, dass man gegnerische Soldaten nicht mehr entwaffnen kann – eine Funktion, die für mich früher zu den spaßigsten Kampfelementen gehörte.
Dadurch wirken die Kämpfe weniger abwechslungsreich und verlieren einen Teil ihres Charmes.
Viele Bugs und technische Probleme
Während meines Tests sind leider immer wieder Fehler aufgetreten.
Dazu gehören unter anderem:
- Synchronisationsprobleme
- Spielfiguren, die in Storymissionen nicht reagieren
- Missionen, die nicht weiterlaufen
- NPCs, die komplett verbuggen
- regelmäßiges Neuladen notwendig
- fehlerhafte Zwischensequenzen
Besonders nervig fand ich, dass nach einem vorherigen Kampf teilweise weiterhin die laute Kampfmusik im Hintergrund lief, obwohl bereits eine ruhige Zwischensequenz gestartet war.
Das zerstört die Atmosphäre komplett.
Gerade bei einem Vollpreistitel hätte ich deutlich mehr Feinschliff erwartet.
Die deutsche Synchronisation ist enttäuschend
Ein weiterer großer Kritikpunkt ist für mich die deutsche Vertonung.
Viele Sprecher wirken emotionslos oder unpassend besetzt.
Teilweise passen Betonung und Stimmung überhaupt nicht zu den jeweiligen Szenen.
Für mich gehört die deutsche Synchronisation leider zu den schwächsten Aspekten des Spiels.
Hier vergebe ich persönlich eine glatte 6.
Was mir trotzdem gefallen hat
So kritisch ich das Spiel auch sehe, ganz ohne positive Punkte möchte ich den Test natürlich nicht abschließen.
Denn einige Dinge macht Assassin’s Creed Black Flag Resonance weiterhin richtig gut.
Dazu gehören:
- wunderschöne Grafik
- tolle Lichtstimmung
- starke Atmosphäre
- beeindruckende Seeschlachten
- gelungene Story-Erweiterungen
- die einzigartige Piratenwelt
Vor allem die Atmosphäre erinnert sofort daran, warum Black Flag damals so beliebt geworden ist.
Auch heute gibt es nur wenige Spiele, die das Piraten-Setting so gut einfangen.
Der Nostalgiefaktor rettet das Spiel
Der größte Pluspunkt ist für mich eindeutig die Nostalgie.
Wer das Original damals geliebt hat, wird sich sofort wieder zuhause fühlen.
Die Musik, die Schiffe, die Inseln und das gesamte Piraten-Feeling sorgen immer wieder für Gänsehautmomente.
Genau dieser Nostalgiefaktor hebt meine Wertung überhaupt erst auf 4 von 10 Punkten.
Ohne diesen Bonus wäre die Bewertung deutlich schlechter ausgefallen.
Für wen lohnt sich Assassin’s Creed Black Flag Resonance?
Ich würde das Spiel nur einer bestimmten Zielgruppe empfehlen.
Nämlich Spielern, die:
- große Fans des Originals sind
- das Piraten-Genre lieben
- Black Flag noch einmal erleben möchten
- über technische Schwächen hinwegsehen können
Wer hingegen ein modernes Action-Adventure mit aktueller Spielmechanik erwartet, dürfte enttäuscht werden.
Mein persönliches Fazit
Für mich fühlt sich Assassin’s Creed Black Flag Resonance leider wie eine verpasste Chance an.
Ubisoft hat ein großartiges Spiel genommen, optisch etwas aufgewertet, die Story leicht erweitert und es anschließend zum Vollpreis veröffentlicht. Gleichzeitig bleiben viele veraltete Spielmechaniken bestehen, technische Probleme treten immer wieder auf und die deutsche Synchronisation wird dem Spiel in meinen Augen nicht gerecht.
Das macht es schwer, den aufgerufenen Preis zu rechtfertigen – vor allem, wenn für sämtliche Zusatzinhalte noch einmal ein hoher Betrag investiert werden muss.
Trotzdem bleibt Assassin’s Creed Black Flag eines der stärksten Spiele der gesamten Reihe. Die Atmosphäre, das Piraten-Setting und der Nostalgiefaktor sind auch heute noch außergewöhnlich und sorgen dafür, dass das Spiel seinen besonderen Charme nicht komplett verliert.
Meine Bewertung: 4 von 10 Punkten.
Mein Urteil: Wer ein leidenschaftlicher Fan von Piratenspielen oder des ursprünglichen Black Flag ist, kann einen Blick riskieren. Allen anderen würde ich empfehlen, auf eine deutliche Preisreduzierung zu warten oder stattdessen zu moderneren Action-Adventures zu greifen. Für den aktuellen Vollpreis ist Assassin’s Creed Black Flag Resonance aus meiner Sicht keine Kaufempfehlung.
Stand: August 2026, regelmäßig aktualisiert.

